2014-01:Laute Ankündigung von neuem Reaktor, Laufzeitverlängerung des alten & Sicherheitsfragen

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Laute Ankündigung von neuem Reaktor, Laufzeitverlängerung des alten & Sicherheitsfragen

NukeNews Das Jahr 2013 endete mit einer deutlichen Ansage des Eigentümers des AKW Krško GEN Energija, dass innerhalb von 15 Jahren in Krško ein zweiter Reaktorblock errichtet würde. Diese Ankündigung hat aber keine rechtliche Grundlage, denn offiziell wurde in Slowenien (noch) keine Entscheidung über den Bau eines zusätzlichen Blocks in Krško getroffen. Vielmehr braucht Slowenien ganz eindeutig keinen weiteren AKW-Block, denn die Energie-Szenarios, die 2011 für ein neues Energieprogramm vorbereitet wurden, zeigen, dass Slowenien auch ohne zusätzliche Atomanlagen Strom exportieren kann. Darüberhinaus ist der geplante Standort in Krško aus seismischer Sicht riskant. Im Jahre 2013 erhielt Slowenien einen Bericht von der französischen Atomsicherheitsagentur ISRN zum Thema Erdbebengefährung des Standortes Krško, worin vor signifikanten seismischen Risiken gewarnt wird. Um diesen Bericht mit IRSN-Expert*innen zu diskutieren und die Notwendigkeit einer öffentlichen Beteiligung an Atomdebatten zu unterstreichen, organisierte Focus eine internationale Koneferenz.

Greenpeace Slowenien und Focus schickten außerdem im Zusammenhang mit beschädigten Brennstäben im bestehenden Reaktor in Krško mehrere Offene Briefe an die slowenische Atomaufsichtsbehörde und weckte die Aufmerksamkeit slowenischer und kroatischer Medien für diese Problematik. Während der Betreiber versucht die Problemen des Reaktors zu lösen, versucht er gleichzeitig eine Laufzeitverlängerung von 50% zu erwirken (bis 2043, anstatt 2023). Bisher wurde in Slowenien keine öffentliche Debatte zu dieser Angelegenheit eröffnet.