2007-02:Brand im AKW Krümmel

Aus grünes blatt
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Krümmel und Brunsbüttel zeigen:

Der Sofort-Ausstieg ist möglich (und notwendig)

fb Der Brand im Atomkraftwerk (AKW) Krümmel am heutigen Donnerstag hat die dringende Notwendigkeit eines sofortigen Atomausstiegs erneut gezeigt. Unfälle sind auch in High-Tech-Anlagen wie Atomkraftwerken an der Tagesordnung. Dies zeigen eindrucksvoll die mehr als hundert Störfaelle, die jedes Jahr in Atomkraftwerken der BRD registriert werden. Infolge der Netzüberlastung in Norddeutschland wurde auch das AKW Brunsbüttel vorübergehend abgeschaltet. Offensichtlich ist der Betrieb dieser Atomkraftwerke für die Energieversorgung nicht nötig. Das Anti-Atom-Bündnis im Magdeburger Jugend-Umweltbüro fordert daher die sofortige Abschaltung aller Atomanlagen.

Der kernenergetische Teil des AKW Krümmel sei nicht gefährdet gewesen, behauptete sofort der Nutznießer des Atomkraftwerks, der Energiekonzern Vattenfall. Etwas anderes einzugestehen war von dieser Seite auch nicht zu erwarten. Greenpeace wies hingegen darauf hin, dass eine Gefährdung des AKW durch eine Ausbreitung des Brandes über Kabeltrassen möglich gewesen wäre. Ein anderes Problem wurde völlig außen vor gelassen:

"Vom Atomkraftwerk Krümmel - und allen anderen Atomanlagen - geht eine permanente Gefahr aus. Auch ohne diese - häufig wiederkehrenden - Störfälle, die manchmal nur kurz an einer Katastrophe vorbeischlittern, strahlen Atomkraftwerke ständig eine Strahlung aus. Diese verharmlosend als 'Niedrigstrahlung' bezeichnete Radioaktivität wird bisher von den Behörden geduldet. Seit Jahren ist allerdings unstrittig, dass auch von dieser Strahlenbelastung Gesundheitsrisiken ausgehen. Jede auch noch so geringe Dosis kann bereits Zellveränderungen auslösen. Die hochenergetische Strahlung zerstört oder verändert die Zellen, die sie durchdringt. Lediglich die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung erhöht sich durch die Veränderung der Dosis. Eine ungefährliche Dosis gibt es nicht", sagt einE AktivistIn aus dem Jugend-Umweltbüro.

Nachrichtungenmeldungen zufolge ereigneten sich zeitgleich Spannungsschwankungen in Hamburg, die zu kurzzeitigen Ampel- und Signalanlagen-Ausfällen führten. "Anstatt die Energieversorgung von anfälligen Großkraftwerken abhängig zu machen, sollte lieber auf dezentral verteilte, regenerative Energien gesetzt werden", so die AktivistIn. "Wenn da eine Anlage ausfällt, sind die Auswirkungen für die Netzversorgung irrelevant."

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