2006-02:Seelen in der großen Maschine

Aus grünes blatt
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Sean McMullen:

Seelen in der großen Maschine

Greatwinter 1

fb Über dreitausend Jahre nach einer Katastrophe leben Menschen auf der Erde in einer Gesellschaft, die sie auf die Ruinen der alten Gesellschaft aufgebaut haben. An die Zeit vor dem "Großen Winter" gibt es keine genauen Erinnerungen, nur vereinzelte Hinweise deuten auf menschgemachte Klimaveränderungen hin, die die Katastrophe herbeiführten. Die Moralvorstellungen umfassen in dieser Welt auch eine unterschwellige Ablehnung des Einsatzes von Dampfkraft und Elektronik. Um eine drohenden, aus der Wahrnehmung der Menschen verdrängten zweiten "Großen Winter" zu verhindern, baut Zarvora Cybeline einen im Wesentlichen aus Menschen bestehenden Computer, die "Große Maschine". Dabei baut sie skrupelos auf Versklavung und Machterweiterung, um die ihrer Meinung nach gute Sache realisieren zu können.

Das bei HobbitPresse erschienene Buch ist spannend geschrieben und enthält viele versteckte Hinweise auf ökologische Probleme unserer Gesellschaft. Leider ist Greatwinter 1 in meinen Augen eher eine Negativ-Utopie. Es werden keine Emanzipationsprozesse beschrieben, sondern einzelne Unterdrückungsformen - z.B. nach gesellschaftlichem Stand - sind noch deutlicher ausgeprägt als in unserer heutiger mitteleuropäischen Gesellschaft.