2005-01:Beziehungsgeflechte beim Sommer-(Wendland-)Camp

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Beziehungsgeflechte beim Sommer-(Wendland-)Camp

von Genduerilla

Dieser Text ist eine Baustelle. Er ist eine Mischung aus Erfahrungsbericht, Wiedergabe von Diskussionen und noch unfertigen Gedanken über Liebe und Beziehungen.

Das Sommer-Wendland-Camp fand in diesem Jahr in Riebau, wenige Kilometer von Salzwedel entfernt, statt. Verglichen mit dem Vorjahr (das grüne blatt berichtete in Ausgabe Herbst 2004) fanden weniger Arbeitskreise und kaum Aktionen statt. Stattdessen nahmen Selbstorganisations-Tätigkeiten einen größeren Anteil ein. Mehr dazu im Bericht vom Wendland-Camp auf Seite 30. Doch dieser Beitrag soll sich mit Genderfragen auseinandersetzen.

Grenzziehung

Beim Wendland-Camp sind die Grenzen niedriger gesetzt, hat jemand in einer abendlichen Gesprächsrunde formuliert. Gemeint ist damit, dass es weniger "Berührungsängste" gibt bzw. dass eine Atmosphäre herrscht, in der spontane Umarmungen oder miteinander zu kuscheln einfacher sind, als in der "Außenwelt". Dieser zwischenmenschliche Umgang birgt eine Menge befreiendes Potential, bringt aber auch Gefahren, wenn mensch völlig unreflektiert mit Sympathiebekundungen umgeht.

In der normalen, auf Zweigeschlechtlichkeit und feste Beziehungen konditionierten Welt bewirkt ein Streicheln oder eine Umarmung oft, dass in den Köpfen ein ganzer Beziehungs-Film abläuft. Als bedeute eine Berührung automatisch, dass mensch Sexualität oder gar eine Beziehung suche, checkt mensch ab, ob dieser Mensch zu mir passt, ob ich sie genug mag, ob das gut gehen kann. Und all das wegen einer bloßen Berührung! Es scheint so, als könne mensch nicht ganz aus dem Augenblick und dem Gefühl heraus, dass dies jetzt schön wäre, einer anderen nahekommen.

Dagegen kann mensch beim Wendland-Camp (und in Jukss-Zusammenhängen) beobachten, dass Menschen sich häufig umarmen, berühren, streicheln, und dass auch Sexualität ungehemmter gelebt wird, als uns die Gesellschaft das als "normal" vorlebt. Interessanterweise führt diese Praxis fast zwangsläufig zum Hinterfragen "normaler" Beziehungsmuster, da sich diese persönliche und körperliche Nähe oft nicht an einer einzelnen Person festmacht. Wenn normal sozialisierte Mensch am Anfang noch Paar-Schubladen aufmacht, zeigt sich hier ziemlich schnell, dass diese meist nicht zutreffend sind.

Die Vorstellung, dass mensch mit liebevollem Verhalten auf Sexualität oder Beziehung anspiele, führt zu unnötiger Distanzierung zwischen Menschen, die sich ungezwungen näher kommen und wohlfühlen könnten. In der "normalen" Welt fällt es auch denen, die aus ihrer Zurichtung ausbrechen wollen, schwer sich "natürlich" bzw. nach ihrem Gefühl zu verhalten, weil es schnell passiert, dass eine vor den Kopf gestoßen wird.

Solche Erlebnisse kommen - für mein Empfinden - viel zu oft vor. Da gibt es einen Menschen, die ich sympathisch finde und deswegen häufiger besuche und der ich meine Empfindung auch mitteile. Es ist einfach ein wunderbares, freudiges und euphorisches Gefühl damit verbunden, diese Person zu treffen. Völlig ohne Erwartungen, Pläne oder irgendwelche Absichten. Alles sehr bewusst spontan, aber reflektiert und sensibel. Auf die Nachfrage, ob die häufigen Besuche aufdringlich oder nervig seien, kommt nur positives Feedback. Bis irgendwann klar wird, dass es da doch ein Problem gibt: Du willst mehr von mir als ich von dir, heißt es plötzlich. Häh? Ich will gar nichts, habe mich nur nach meinem Gefühl verhalten. Doch die andere Person hat mit meiner Ausstrahlung scheinbar einen ganzen "Rattenschwanz" von Assoziationen verbunden, der ihr unangenehm war - obwohl nie derartiges gesagt wurde! Auch wenn ich versuche, meine Gefühle dadurch nicht zerstören zu lassen, wirken sich solche Erlebnisse aus und hemmen mich wieder etwas mehr, wenn ich eine liebenswerte Person kennenlerne.

Beim Umgang mit anderen Menschen, besonders wenn es um so sensible Dinge wie Liebe oder Zärtlichkeiten geht, ist in jedem Fall viel Aufmerksamkeit und Reflektion wichtig. Ganz egal, wie die Grenzen gesetzt sind, muss mensch darauf achten, andere nicht zu beengen und darauf zu achten, ob sie in unangenehme Situationen gebracht werden. Immer wird es unterschiedliche Wahrnehmungen, Bedürfnisse und Grenzen geben, auf die Rücksicht genommen werden sollte. Schade ist, dass dies durch künstlich gesetzte Grenzen, die uns Elternhaus, Medien und Diskurse eintrichtern, unnötigerweise noch komplizierter wird. Wer kann behaupten, dass normierte Beziehungen das beste für uns sind? Wir sollten für uns selbst herausfinden, was wir mögen und wie wir miteinander umgehen wollen.


Selbstverständlich offen

Durch den offenen Umgang vieler Menschen und der dabei vermittelten Selbstverständlichkeit, herrscht beim Wendland-Camp (und ähnlich beim "verwandten" Jukss) eine Atmosphäre, in der Menschen sich auch ungezwungener Zuneigung zeigen können. Es gibt keine formalen Vorgaben, dass dies so sein soll, sondern dieser Freiraum entsteht durch das Auftreten der Menschen. Trotzdem bedeutet diese Atmosphäre nicht automatisch, dass mensch eigene Hemmungen - auch wenn das selbst gewünscht ist - immer auch sofort abwerfen kann. Für mich gab es bei diesem Camp mehrere Situationen, in denen ich die neben mir sitzende Person gern gestreichelt oder umarmt hätte, mich aber (trotz der offenen Atmosphäre) gehemmt gefühlt habe. Ich habe darüber eine ganze Weile nachgedacht und versucht meine eigenen Bedürfnisse und Grenzen zu reflektieren und habe mich zeitweise schrecklich unpassend in diesem eigentlich schönen Umfeld gefühlt. Altbekannte sich-in-Frage-Stellung kommt auf: Bin ich überhaupt ein Mensch, die die anderen sich nahe haben wollen? Verhalte ich mich richtig? Möchte ich diese Berührung oder eigentlich etwas ganz anderes? Passe ich überhaupt hierhin? Dazu kommen andere wichtige Fragen: Was sind meine eigenen Bedürfnisse? Wo setze ich selbst Grenzen, die ich bei anderen schade finde? Bin ich sensibel genug, um zu bemerken, wenn ich Grenzen anderer verletze?

Und wie kann ich feststellen, ob mein eigenes Verhalten für die anderen OK ist? Sollte es vor einer Berührung klare Willensbekundungen geben, oder sollte mensch nur sensibel darauf achten, wie auf Zärtlichkeiten reagiert wird? Muss eine bestimmte Intensität an Gefühl erreicht werden, bevor ich jemanden berühre? Gibt es Leute, denen gegenüber ich mich anders verhalten sollte?

Irgendwann habe ich auch überlegt, wie die Bedingungen aussehen, damit mensch sich näher kommt. Eigentlich hätte ich gedacht, dass diese Momente immer entstehen können, aber irgendwie habe ich das so nicht erlebt. War ich dafür einfach nicht offen, weil meine Gedanken schon beim nächsten AK waren? Strahle ich etwas Unnahbares aus, so dass auch andere mir nicht näher kommen? Stecke ich in einem Dilemma, weil mir die politischen Inhalte beim Camp wichtig sind und ich daher viel mit eigenen AKs, Absprachen mit anderen Leuten und Orga-Kram beschäftigt bin und nicht stundenlang in Grüppchen mit anderen abhänge, so dass mensch sich viel einfacher näher kommt? Ich möchte meine politischen Aktivitäten aber auch nicht aufgeben müssen.

Diese Überlegungen führten mehrfach zu traurigen Stimmungen, weil ich mir eigentlich mehr persönliche Verhältnisse zu den Menschen, die um mich herum sind, wünsche. Aber es schien, dass das irgendwie nicht klappt. Später fiel mir auf, dass mehrere Leute - in meinen Augen - ziemlich aufdringlich und unsensibel auf andere Menschen zugingen. Das brachte mich umso mehr dazu, meine eigenen Bedürfnisse und Verhaltensweisen zu überdenken. Weniger, weil ich mich auch so verhalten hätte, als viel mehr, weil ich nicht auch so unsensibel sein wollte.

Beziehungsweise zum Thema machen

An einem der letzten Abende ergab sich eine kleine Gesprächsrunde über Beziehungsweisen, bei der auch die Verhaltensweisen auf dem Camp thematisiert wurden. Hier wurde nochmal klar, dass die Beziehungsgeflechte auf dem Wendland-Camp viel mehr thematisiert werden müssten, um damit umzugehen, dass es Grenzverletzungen geben kann und gibt. Problematisch ist dabei, dass der Sexismus-Diskurs in der linken Szene dazu geführt hat, dass vieles nicht mehr thematisiert wird - gewiss auch, weil mensch befürchten muss, ausgegrenzt zu werden, wenn bestimmte Verhaltensnormen nicht erfüllt werden. Dabei wäre ein offener Umgang mit problematischem Auftreten wichtig, bei dem alle Betroffenen darüber sprechen und Konflikte lösen können, ohne Repressionen zu befürchten.

In diesem Zusammenhang haben wir überlegt, wie wir die Camp-TeilnehmerInnen dazu anregen könnten, dass sie ihre eigene Beziehungsweise und den persönlichen, auch sexuellen Umgang miteinander, reflektieren. Irgendwie klar ist, dass sowas nicht in einem Plenum *g* geklärt werden kann. Am ehesten wird das im kleinen Kreis von Menschen funktionieren, die sich schon kennen bzw. ein Vertrauensverhältnis haben. Es wird eine nicht zu unterschätzende Hürde sein, dass auch in der linken Szene Themen, die mit Sexualität zu tun haben, regelrecht tabuisiert sind und mensch umständlich versucht, Umschreibungen zu finden, statt Klartext zu reden. Ich will mich da auch nicht ausnehmen.

Eine Idee wäre, offensiv - genauso wie auch zu Selbstorganisation - einen bewussten Umgang mit den Beziehungsgeflechten im Camp einzufordern. Dazu könnte gehören, das eigene Verhalten dahingehend zu hinterfragen, ob damit andere Menschen beeinträchtigt werden oder ob mensch selbst offener sein könnte und möchte. Auch die zweigeschlechtliche Normalität könnte in Frage gestellt werden. Andere Themen könnten sich mit Sexualität, Verhütung und gesundheitlichen Aspekten auseinandersetzen. Vielleicht wäre auch das notwendiger als bisher gedacht? Für den Umgang miteinander ist es auch sinnvoll über Grenzsetzung im Allgemeinen, wie mensch diese klarmachen kann und welche Ansprüche wir aneinander stellen wollen, zu sprechen.

Denkbar ist es, in Aushängen, Hinweiszetteln und Texten (z.B. im Internet oder bei Ankündigungstexten) auf dieses Thema aufmerksam zu machen. Hier kann mensch der Kreativität freien Lauf lassen, denn es wird gewiss nicht einfach sein, viele Menschen dazu zu bewegen, offen über scheinbare Tabuthemen zu reden.

Zweigeschlechtliche Normalität

Eine schöne Internetseite, die sich kritisch - auch - mit Geschlechterrollen und Beziehungsbildern auseinandersetzt, ist piratenutopie (http://www.piratenutopie.de.vu). Obwohl es kaum eine Notwendigkeit dazu gibt, Zuneigung, Zärtlichkeit und Sexualität auf Menschen "des anderen" Geschlechts (verkürzte Darstellung, da es nicht nur zwei komplementäre Geschlechter gibt) zu beschränken, ist das die Regel und wenn mensch dies nicht hinterfragt, wird diese anerzogene Orientierung auch weiter "normal" erscheinen. Wenn ich eine Person spontan umarmen, küssen oder streicheln will, ist - eigentlich - völlig egal, welchem Geschlecht sie angehört. Aber der gesellschaftliche Diskurs hat uns die Fixierung auf Heterosexualität dermaßen gut eingebläut, dass der Gedanke an gleichgeschlechtliche Zärtlichkeit, wenn nicht als absurd, dann doch oft zumindest als unangenehme Vorstellung abgetan wird. Dabei könnte auch Sexualität völlig frei und unbestimmt sein. Mit einer Ausnahme - manchmal als "Steckkontakt" (Vaginalverkehr) bezeichnet - ist es für sexuelle Praktiken ziemlich egal welchen Geschlechts mensch ist. Das bedeutet nicht, dass mensch dies auch tun muss und ansonsten altmodisch oder so wäre. Es ist völlig klar, dass es persönliche Vorlieben gibt und, wenn mensch auf Personen mit Vagina oder Penis "abfährt", sich nicht zwanghaft anders verhalten sollte. Doch sollte hinterfragt werden, inwiefern gesellschaftliche Zurichtung mit im Spiel ist.

Für mich hat sich beim Camp und danach verstärkt die Frage gestellt, warum ich mich fast immer in Menschen des anderen Geschlechts verliebe. Liegt es daran, dass mir (zufällig) gerade diese Personen sympathisch sind? Gibt es da noch etwas anderes, das mich anzieht? Oder bin ich (geistig) einfach nicht offen für Menschen des gleichen Geschlechts? Mir scheint, dass ich bisher Leute des "eigenen" Geschlechts schon gedanklich ziemlich aus meiner Beziehungswelt und aufmerksamen Zuwendung ausgeklammert habe, und deshalb nur selten auf die Idee kam, stärkere Sympathien zu empfinden. Ich möchte versuchen, sehr bewusst damit umzugehen und mich und mein Verhalten kritisch zu beobachten. Allerdings fürchte ich, dass ich mindestens so große Hemmungen haben werde, sympathischen Menschen des gleichen Geschlechts Zuneigung zu zeigen wie denen des "anderen" gegenüber...

Herrschaftlicher Beziehungsdiskurs

In der schon erwähnten nächtlichen Beziehungsdiskussion sagte jemand, dass ein gleichberechtigter Umgang in Liebesbeziehungen fast nie möglich sei, weil es meist eine Person gibt, die emotional abhängiger von der Beziehung ist, als die andere(n). Dadurch, dass es der anderen Person einfacher fällt sich zu lösen, sei sie grundsätzlich bevorteilt und entscheide fast zwangsläufig, ob und wie die Beziehung weiterläuft. Wir haben lange darüber diskutiert, ob das so pauschal gesagt werden kann. Aber es scheint tatsächlich so zu sein, dass es ein solches ungleiches "Machtverhältnis" - wenn mensch den Machtbegriff hier anwenden möchte - oft gibt und geben wird. Ich finde es fragwürdig daraus abzuleiten, dass die "unabhängigere" Person verwerflich handeln würde - schließlich müsste sie anderenfalls ihre eigenen Bedürfnisse negieren. Wichtig finde ich aber, sich dieser Verhältnisse bewusst zu sein und damit einen Umgang zu finden.

In diesem Zusammenhang äußerte ich an diesem Abend, dass es sein kann, dass mensch feststellt, dass die Bedürfnisse bezüglich des Umgangs miteinander (wie frei ist unser Verhältnis, wie stark kommunizieren wir unsere Bedürfnisse) zu gegensätzlich sind, und mensch dann u.U. eben damit umgehen muss, dass es keine Beziehung gibt. Das ist zwar unangenehm, aber es ist dann so. Der andere Mensch fand das ziemlich arrogant und sich persönlich angegriffen, weil sie meinte, dass sie diskreditiert würde. Sie definierte sich selbst als "emotionalen" Menschen, die schwer ihre Gefühle und Bedürfnisse kommunizieren kann und oft nur ein starkes Empfinden hat, es aber nicht begründen kann. Mich dagegen bezeichnete sie als "rationell", weil ich so distanziert über meine Empfindungen reden und scheinbar danach handeln würde. Im Umgang miteinander wäre immer sie benachteiligt, weil ich scheinbar gute rationelle Argumente bringen würde, auf die sie nichts erwidern könne. Ich fand diese Gegenüberstellung gemein, weil mir unterstellt wurde, weniger emotionell zu sein.

Am Tag nach dieser Unterhaltung hatte ich ein Erlebnis, das mir diese rationell-emotionelle Umgangsweise klargemacht hat. Ich war in eine Person verliebt und glaubte, dass dies nur eine einseitige Empfindung ist. Das war über mehrere Tage auch völlig OK und ich freute mich, ihre tollen Augen und ihr Lächeln zu sehen und empfand angenehme Schauer und war ziemlich euphorisiert. Dann lag ich im Gras in der Sonne und habe über meine Empfindungen und Erwartungen und wie sich das nach dem Camp verhalten wird, nachgedacht. Das machte mich dann doch traurig, weil mir bewusst wurde, dass dieses schöne Gefühl enden würde und ich nicht empfand, dass die Person besonderes Interesse daran zeigte, sich wieder zu treffen. - Das heißt, ich glaubte das und wollte sie deshalb auch nicht erst danach fragen, um sie nicht zu bedrängen. Diese Situation kam mir jedenfalls ziemlich ausweglos vor und ich war niedergeschlagen und traurig. Gleichzeitig reflektierte ich meine Empfindungen und die zugrundeliegenden Bedürfnisse auf scheinbar höherer Ebene und stellte fest, dass in etwa das eingetroffen war, was ich am Abend zuvor beschrieben hatte: Es ist zwar schade, aber mensch kommt einfach nicht zueinander - das kann schmerzhaft sein, aber so ist es. Und so war es dann auch. Diese Erkenntnis - vor allem weil es mich jetzt selbst betraf - hat mich dann ziemlich belustigt und ich empfand es als noch komischer, gleichzeitig tieftraurig und belustigt zu sein.

Ansprüche und eigene Realität

Beim Nachdenken über meine Empfindungen und Bedürfnisse fiel mir dann auf, dass ich mich gerade selbst auf eine Person fixiere und anderen Menschen gegenüber verschlossen bin. Was ich bei anderen Leuten schade finde, machte ich in diesem Moment selbst. Ich weiß nicht, ob das zwangsläufig so ist, wenn mensch verliebt ist - vielleicht muss ich das auch nur bewusster handhaben. An diesem Punkt habe ich mich auch gefragt, ob ich nicht selbst meist viel zu sehr auf einzelne Leute fixiert bin und ob ich die Offenheit im Umgang mit anderen Menschen überhaupt leben will.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich meinen eigenen "offenen" Umgang noch nicht sonderlich reflektiert und fragte mich jetzt, ob ich offen dafür bin, oder meine Zärtlichkeit doch nur auf konkrete Einzelpersonen konzentrieren will. Ich glaube nicht wirklich daran, werde all das aber erst ausprobieren müssen. Es scheint mir jedoch irgendwie schöner, meine Liebe weniger auf einzelne Menschen zu beschränken und liebevolle Zuneigung viel breiter auszuleben.

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