2004-03:Morsleben - Geschichte eines umstrittenen Atomprojekts

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Morsleben - Geschichte eines umstrittenen Atomprojekts

fb Am 9. September eröffnet um 19°° Uhr mit einer Vernissage die Ausstellung zum Endlager Morsleben in der Blutbank des Uniklinikum Magdeburg. Eine Tropfsteinhöhlen-Atmosphäre mit entsprechender Geräuschkulisse und Lichtern empfängt die BesucherInnen. Gleichzeitig läuft eine Diashow mit Bildern aus dem ERAM, projiziert an eine Wand in einem Nebenraum. Zur Erföffnung werden ein paar Worte zur Geschichte der "Tropfsteinhöhle" und zum Widerstand aus der Bevölkerung abgegeben. Im Anschluss wird ein Straßenmusiker des Band-Zusammenschlusses RAK - Rotzfreche Asphalt Kultur - spielen.

Die Ausstellung gibt einen Einblick in die Geschehnisse um das Atommüll-Endlager Morsleben. Sie erläutert, wie der Standort ausgewählt und genehmigt wurde, welche Sicherheitsprobleme von Anfang an bekannt waren und wie damit umgegangen wurde. Hier wird auch auf die Einflüsse der Politik der jeweiligen Zeit eingegangen. Beispielsweise auf die Auswirkungen der in der DDR vorherrschenden Ideologie auf den Betrieb des ERAM im Vergleich mit der Politik der Bundesrepublik. Auch zum Widerstand wird ein Abriss gegeben, wichtige Stationen von politischem Engagement aufgezeigt und auf die Wirksamkeit der vielfältigen Klageverfahren eingegangen. Die Morsleben-Ausstellung wird zwei bis drei Monate im Uniklinikum zu sehen sein, bevor sie an den nächsten Ort - vermutlich die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn - überwechselt.

Eine weitere Anfrage läuft bei der Kulturfabrik Haldensleben für den Anfang des nächsten Jahres. Danach sind die Ausstellungsorte noch offen. Wer Ideen für weitere Orte, an denen diese Ausstellung zu sehen sein sollte, hat, kann sich an: morsleben ÄT greenkids.de[1] oder 03 91-72 72 657 wenden.


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