2018-01:Prozess der Konzeptentwicklung

Aus grünes blatt
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Prozess der Konzeptentwicklung

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Wie in der letzten Ausgabe geschildert, haben sich einige Menschen, die schon vorher am grünen blatt beteiligt waren, entschieden ein neues Konzept zu entwickeln. Auch neue sind dazu gekommen. Seit Januar beschäftigt sich eine Gruppe von rund 4 Menschen kontinuierlich mit der Frage, wie es weiter geht mit dem grünen blatt. Es gab im Januar ein Auftakttreffen in Döbeln und anschließend regelmäßige Telefonkonferenzen via Internet. Im Sommer fiel die Entscheidung, eine neue Ausgabe rauszubringen, um auszuprobieren, wie es funktioniert, um dann weiter am Konzept zu arbeiten. Hier erfolgt daher ein Zwischenbericht.

Die wohl grundlegendste Änderung betrifft das grüne blatt als offenes Medium. Bei dem Treffen im Januar wurde bewusst die Entscheidung getroffen, das offene Medium als solches zu schließen. Am Aspekt der Offenheit des grünen blatts wurde schon länger nicht mehr aktiv gearbeitet. Deshalb blieben viele Einschränkungen der Offenheit de facto bestehen oder schlichen sich wieder ein. Gleichzeitig gab es ungeklärte Verbindlichkeiten und eine schlechte Kommunikation miteinander, die die Redaktionsarbeit belastet haben. Demotivation machte sich breit, Einzelne überarbeiteten sich. Letztlicher Auslöser war ein konkreter Konflikt mit einem Redaktionsmitglied, der nach mehreren Versuchen Methoden zur Klärung, die dem offenen Ansatz gerecht werden, nur weiter eskalierte und auch von der betreffenden Person keine Bereitschaft gezeigt wurde Lösungen zu finden. Aus diesem Grund gab es einen Neustart, bei dem versucht wurde zu klären, was die Beteiligten sich für die Weiterarbeit wünschen, bzw. für eine Weiterarbeit brauchen.

Das Resultat ist nun, dass es eine feste Gruppe gibt, die am Projekt grünes blatt arbeitet. Sie setzt sich aus Menschen zusammen, die gerne redaktionell und strukturell am grünen blatt arbeiten möchten und sich verbindlich aufeinander einlassen wollen. Diese Redaktion/Gruppe soll den Überblick über die Abläufe behalten, allgemeine Absprachen über das Projekt treffen und darauf achten, dass die Finanzierung sichergestellt ist. Darüber hinaus soll es für jede Ausgabe in Zukunft eine eigene Ausgabenredaktion geben, die offen für alle ist. Ganz genau ist noch nicht erarbeitet, wie diese Redaktion/Gruppe und jeweilige Ausgabenredaktionen interagieren sollen. Der jetzige Testlauf soll uns helfen in der Praxis zu verstehen, wie das laufen könnte und wo Hürden auftauchen.

Das Selbstverständnis der jetzigen Gruppe in seinem aktuellen Zustand: "Wir verstehen das grüne blatt als Teil einer unabhängigen Medienmacht von unten. Das grüne blatt ist eine Zeitschrift, die eine breite Spannweite von ökologischen und weiteren emanzipatorischen Themen behandelt und auch Platz für kontroverse Inhalte bieten möchte. Wir wollen in einer vertrauensvollen und wertschätzenden Atmosphäre arbeiten, die die (Selbst-)Reflexion fördert und das Äußern und Annehmen von sachlicher Kritik ermöglicht. Das Wohl der Menschen im Projekt und ein solidarischer Umgang miteinander sind uns dabei ebenso wichtig wie die Produktivität unserer Arbeit. Der Zugang für neue Mitwirkende soll im Projekt grünes blatt niedrigschwellig möglich sein."

Um Konflikte zu klären und zu lösen, wurde ein Verfahren für Streitfälle entwickelt. Das hat viel Zeit in Anspruch genommen, war aber notwendig, da es aus der Erfahrung der letzten zwei Jahre ein Anliegen war, eine konkrete Regelung für den Fall zu haben, dass es unterschiedliche Meinungen zur Arbeit am grünen blatt gibt, die sich nicht durch ein einfaches Gespräch oder eine Diskussion lösen lassen. Unter anderem: um zu verhindern, dass die Leute, die am durchsetzungsfähigsten sind, willkürlich ihre Position durchbringen.

Das neue Konzept sieht vor, dass jede Ausgabe mit den Beteiligten evaluiert wird, um die Weiterentwicklung des Projektes anzuregen. Dem steht ein weiterer Aspekt des Konzepts sehr nahe: Die Qualität der Inhalte. Momentan sind Überlegungen: Weniger Rezensionen und mehr aktuelle Themen in das grüne blatt einzubringen. Mehr Beteiligte dazuzuholen. Regelmäßig ein Schwerpunktthema zu setzen. Aus den eingereichten Artikeln auswählen, welche für das jeweilige grüne blatt am besten geeignet sind.

Wir wollen die Zeitschrift für euch interessanter machen. Aber auch mit euch. Der Prozess ist nicht abgeschlossen und ihr könnt euch jederzeit einbringen. Was für ein grünes blatt wollt ihr? Welche Meinung habt ihr zum laufenden Entwicklungsprozess? Schreibt uns eure Vision oder macht mit bei der Konzeptentwicklung. Wir freuen uns über Menschen, die sich beteiligen! Durch die Einsendung von Beiträgen, Mitarbeit in der festen Redaktion oder der Ausgabenredaktion, Mails an uns o.a.

Wir freuen uns übrigens über jeden Artikel und versuchen alle, die es nicht in die Printausgabe schaffen, zumindest im Wiki zu veröffentlichen.