2016-02:Russland: Proben aus von Tschernobyl betroffenen Gegenden vor Gericht

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Russland: Proben aus von Tschernobyl betroffenen Gegenden vor Gericht

NukeNews Am 28. Juni legte Greenpeace dem Obersten Gericht Russlands die Ergebnisse von Messungen der Cäsium-137-Kontamination von Bodenproben vor. 53 Bewohner*innen verschiedener von Tschernobyl betroffener Städte und Dörfer in Brjansk hatten Rechtsmittel gegen eine frühere Gerichtsentscheidung eingelegt. Diese bestätigte eine Regierungsverordnung, derzufolge der Status bestimmter Dörfer und Städte in kontaminierten Zonen herabgestuft oder aufgehoben werden soll.

Die Regierung behauptet, wegen des Zerfalls von Cs-137 sei die Kontamination durch Tschernobyl erheblich geringer geworden. In den meisten Städten und Dörfern hat das Institut "Taifun" aber keine neuen Bodenproben genommen, sondern nur die Ergebnisse von Proben aus den 1980ern und 90ern neu berechnet. Die Verordnung führte auch zur Aufhebung sozialer Privilegien.