2016-01:Russland: Störfall im AKW Leningrad

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Russland: Störfall im AKW Leningrad

NukeNews Am Freitag, 18. Dezember 2015, um 13:50 Uhr kam es im zweiten Block des Atomkraftwerks Leningrad zu einer Notabschaltung. Ursache der Abschaltung und der Reaktorabkühlung war die Tatsache, dass plötzlich radioaktiver Dampf aus einem defekten Rohr in einer der Turbinenhallen austrat. Beide Turbinen des Reaktors wurden gestoppt.

Während der Abkühlungsphase trat der Reaktordampf durch das Rohr in die Umgebung aus. Ein südsüdöstlicher Wind mit einer Geschwindigkeit von 5 Metern pro Sekunde (nicht typisch für diese Gegend) blies den radioaktiven Dampf zum Finnischen Meerbusen in Richtung Vyborg-Zelenogorsk. Um 17 Uhr maß Green World die Hintergrundstrahlung im Zentrum von Sosnowy Bor, 5 km von dem Block entfernt, in dem es zur Notabschaltung kam. Sie lag bei 20 μR/h (dem typischen Hintergrundwert). St. Petersburg mit seinen fünf Millionen Einwohner*innen, das 40 km östlich des Atomkraftwerkes Leningrad liegt, hat in diesem Fall also noch einmal Glück gehabt. Manchen Quellen zufolge stieg die Strahlungsbelastung nur im Gebiet des AKW mehrmals auf einen Wert oberhalb der Hintergrundstrahlung.

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