2015-02:Britische Vergeltungen gegen die österreichische Regierung

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Britische Vergeltungen gegen die österreichische Regierung?

NukeNews Die österreichische Bundesregierung hatte informiert, dass sie juristische Schritte gegen die Entscheidung der EU unternehmen würde, nach der es zum Beispiel der britischen Regierung möglich sein würde, den Bau neuer AKWs zu subventionieren - wie das z.B. in Hinkley Point mit einem contract-for-difference Schema geplant ist.

Englische NGOs lobten die österreichische Position und schickten sogar furchterregende Fotos aus Sellafield nach Wien, die im Magazin "The Ecologist" veröffentlicht wurden. Auch der deutsche Pionier-Ökostromanbieter EWS-Schönau unterstützt diese Position mit einer eigenen Kampagne, an der sich schon über 50.000 Menschen beteiligt haben.

Der britische Premierminister David Cameron scheint nicht sehr davon angetan gewesen zu sein, als der österreichische Kanzler ihm kürzlich bei einem Treffen die Position seines Landes erklären wollte. Im Gegenteil drangen aus diplomatischen Kreisen Informationen nach außen, wonach London systematische Schritte gegen die österreichische Regierung überlege. Österreichs Bundeskanzler Werner Faymanns Antwort: "Österreich lässt sich nicht drohen, und ich hoffe daher, dass das ein Missverständnis ist."

Tatsächlich liegt das eigentliche Problem aber im Vereinigten Königreich, weil der größte Teil der mehr als 20 Milliarden € geplanter Subventionen (plus 35 Jahre garantierte Einspeisetarife), von den britischen KonsumentInnen berappt werden müssten. Daher sollte vielleicht die britische Öffentlichkeit beginnen, ihrer eigenen Regierung auf die Finger zu klopfen, bevor es zu spät ist.