2015-01:Tschechische Regierung will ab 2022 in Brzkov Uran abbauen

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Tschechische Regierung will ab 2022 in Brzkov Uran abbauen

NukeNews Seit Juni 2014 bemüht sich die Gruppe "Unsere Zukunft ohne Uran" (NBBU) aus Brzkov, dem Regionsparlament der Region Vysočina und Ministeriumsbeamt*innen klarzumachen, wie absurd es wäre, in Brzkov ein Uranbergwerk zu eröffnen, und sie zur Verwendung geeigneter Maßnahmen gegen den Uranabbau zu veranlassen. Den neuesten Informationen zufolge will die tschechische Regierung immer noch Uran abbauen, und auch das Regionsparlament unterstützt diesen Plan. Andererseits unterstützen die oppositionellen Parlamentsmitglieder den Dialog mit NBBU und lokalen Gemeinden.

Die Mitglieder von NBBU waren den Frühling, Sommer und Herbst über sehr beschäftigt. Zuerst gründeten sie Anfang Juni ihre Gruppe und übernahmen dadurch eine verantwortungsvolle Rolle als Verteidiger ihrer Rechte und ihres Zuhauses. Anschließend hielten sie ihre erste Debatte ab und stellten dort ihre Petition "KEIN URANABBAU IN DER REGION VYSOČINA" vor, die an Premierminister Sobotka gerichtet war. Sie unterschrieben zusammen mit vier lokalen Behörden das "Memorandum für eine Zukunft ohne Uran", organisierten im September den "Marsch gegen Uran" und in Zusammenarbeit mit Calla die Fotoausstellung "Faces of Uranium", die bis Ende Oktober lief. Im Oktober besuchten sie die chemische Aufbereitungsanlage in Dolní Rožínka und stellten einen direkten Kontakt zur Leitung des Bereichs GEAM von DIAMO her, einem Staatsunternehmen, das vom Ministerium für Industrie und Handel (MPO) beauftragt worden war, eine Studie darüber zu produzieren, ob die Erschließung der Uranlagerstätte in Brzkov-Horní Věžnice durchführbar sei.