2014-01:ZAD - blockiert, wehrt euch, sabotiert!

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ZAD - blockiert, wehrt euch, sabotiert!

Am 16. Oktober 2012, dem ersten Tag von "Operation César", schlug der Versuch, uns aus der Zone zu vertreiben, fehl. Der Präfekt der Region Loire-Atlantique Christian de Lavernée sagte gegenüber der Mainstream-Presse: "Wenn der Staat die Zone nicht zurück gewinnen kann, sollten wir uns Sorgen um den Staat machen." Der Staat sollte sich tatsächlich große Sorgen machen und daran sterben!

Anderthalb Jahre später sind wir immer noch hier. Unser Wut und unsere Entschlossenheit sind ungebrochen, angesichts dieser so genannten Demokratie, welche vollständig den Profitinteressen von Großkonzernen und dem Finanzsystem hörig ist, und uns niemals repräsentieren wird. Wir dagegen verfolgen das Ziel vollständiger Emanzipation aus den kapitalistischen Klauen aufrecht, in denen uns die Regierung gefangen halten will. Als Selbstorganisierte lehnen wir dieses tödliche System und kämpfen für den gemeinsamen Traum von Freiheit und dem Erwachsen von Autonomie.

Die ZAD ist ein beeindruckendes Labor für soziale Experimente, die Vielfalt unserer Meinungen und unser Wille für kommunale Emanzipation spiegelt sich im täglichen Leben wieder. Wir schreiten voran, vereint, mit all' unseren Unterschieden, wodurch wir Stärke und Wohlstand erlangen. Die Entscheidung, uns freiwillig aus dem Kapitalismus auszuschließen und ohne ihn zu leben, ermöglicht uns ohne Hindernisse, mit unseren großartigen Ideen zu beschäftigen. Dadurch können wir die etablierte Ordnung aufbrechen, welche so oft Isolation und Zerstörung für Widerstand und soziale Bewegungen bedeuten.

Wir glauben nicht an Wahlen und zeigen hart und laut, dass es möglich ist, die Welt zu verändern, die sie uns durch Zwang aufdrängen wollen, während sie uns glauben machen, in Freiheit zu leben. Die Regierungspropaganda versucht uns eine Vision als einzig mögliche vorzugaukeln. Repräsentative Demokratie ist nur ein Zirkus unter dem Stiefel industrieller Lobbies. Wir können unser Leben selbst organisieren und wir glauben an freiweilligen Konsens und kooperatives Zusammenleben, anstatt dass eine systematisch manipulierte Mehrheit, die Minderheiten unterjocht, sodass sich nichts verändert. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, ein Leben weit weg von der Wahlurne aufzubauen. Wir wollen die etablierte Ordnung aufbrechen, welche versucht, uns zu vereinzeln und mit einem Lächeln von der ultraliberalen Maschine abzulenken. Wählen zu gehen, bedeuted, an der Leine dieser Bosse zu gehen.

Geo-Engineering bedeutet Leben zu technisieren. Gentrifizierung mit Zement an allen Ecken und Desozialisierung auf erzwungenen Pfaden in der Stadt bis hinaus auf's Land, entreißen ihnen die Geschichte und nehmen dem Land, den Straßen, der Nachbarschaft, den Dörfern das Leben durch Begutachtung, Isolierung, Kontrolle, Belohnung, Ausbeutung, Ausschließen, um jedes Zoll profitabel zu machen.

Auf diese Weise dienen Millionen von Experten der Vince-Soße, um Ökosysteme zu rationalisieren, Leben zu dominieren, dem Bild des Kapitals zu unterwerfen, mit einem Marktwert zu versehen und den Reichtum der Natur auszubeuten, den sie uns seit Anbeginn der Zeiten bietet. Aber ihr grüner Anstrich ist unnatürlich und die BewohnerInnen fallen nicht darauf rein. Hinter ihrem Umwelt-Unsinn vergrößern sie Privatiserung allen Lebens. Der atlantische Markt, den sie uns aufdrängen, geht in diese Richtung: Prekarisierung, Gentechnik, Kernkraft und Fracking.

Doch ihre Verwaltungslogiken sind nicht die unseren. Unsere Heimat ist nicht entschädigbar. Wir Squatter sind keine Spezies, die sich umsiedeln lässt, nicht einmal die Pflanzen und Tiere, mit denen wir leben! Versucht nicht, unsere Leben in kleine Boxen mit Etiketten zu sperren. Statt dessen werden wir sie uns aneignen. Sie sind nicht käuflich. Trotz Einschüchterungen durch Anwälte und Polizei lassen wir uns nicht innerhalb von vier Wänden einsperren, oder Konsumverhalten aufzwängen.

Obwohl Millionen Euros durch die Regierung verschwendet wurden, als wäre es ein Fass ohne Boden, und für Polizei drauf ging, konnten die Bauarbeiten bisher nicht beginnen. Jeder kleinste Versuch wurde systematisch sabotiert. Versuche, die Arbeiten grün zu waschen, wie durch biotope, wurden Stück für Stück entlarvt. UmweltaktivistInnen in der Bewegung konnten klar zeigen, wie absurd diese Täuschungsversuche waren. Reden über Entschädigungen von Dingen, die nicht ersetzt werden können, ist purer Unsinn und typisch für ein System, das durch die Fokussierung auf den Gott des Profits entfremdet wurde.

Die wachsenden Besetzungen des Landes gegen Zerstörung werden immer intensiver und bringen uns noch weiter zusammen, um ihre Bauvorhaben unmöglich zu machen. Im Falle eines Angriffs, oder wenn die Bauarbeiten beginnen, wird es Blockaden in der ganzen Region geben. Kollektiver Widerstand ist in Vorbereitung. Am 2. März gibt es einen Marsch und am 16. eine Fahrradparade. Alle Details zu Aktionen und anderen Veranstaltungen auf zad.nadir.org.

Schließlich sind der französische Staat, AGO/VINCO und verbundene Unternehmen in der Klemme. Ihr Ausrottungsprojekt des Sumpfes ist mehr denn je lächerlich, während ganze Kommunen in der Bretagne und anderswo im selben Monat durch das gleiche Wasser verseucht wurden. Der Fall ist einfach: die Hecken und Bäume, das Land mit ihren Wäldern und Feldern verschwinden für den Profit und werden ersetzt durch Zement und klimaschädliche kapitalistische Prozesse, welche bereits sichtbare Umweltphänomene immer weiter verstärken. are Umweltphänomene immer weiter verstärken.

Was auch immer dabei heraus kommt, wir werden hier nicht weg gehen. Wir besetzen die Zone nicht nur, wir leben hier, Unsere Solidarität ist unsere Stärke und es wird das Projekt AyraultPort[1] garantiert begraben.

Morgen werden unsere Möglichkeiten nach dem Eröffnen neuer Bekanntschaften noch weiter gewachsen sein! Vinci verschwinde! Widerstand und Sabotage!

Zadist, am 22. Februar 2014


  1. Jean Marc Ayrault, der Premierminister und ehamlige Bürgermeister von Nantes will sein Baby um jeden Preis verwirklichen.