2014-01:Schwierigkeiten bei Vorbereitungen zum Bau des zweiten Atomreaktors in Slowenien

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Schwierigkeiten bei Vorbereitungen zum Bau des zweiten Atomreaktors in Slowenien

NukeNews Obwohl die Mehrheit der slowenischen Bevölkerung seit vielen Jahren den Bau eines zweiten Atomreaktors in Krško ablehnt, gründete eine frühere Regierung ein halbprivates Stromversorgungsunternehmen in öffentlichem Besitz, GEN, das ein solches Projekt fördern und organisieren und die Lebenszeit des ersten Reaktors um 20 Jahre verlängern soll. Ohne Parlamentsbeschluss begann das GEN mit Forschungen und verwaltungstechnischen Vorbereitungsmaßnahmen und erteilte dem französischen Institut IRSN die Genehmigung, seismische Studien des Reaktorgeländes durchzuführen.

Das Urteil des IRSN ist jedoch nicht positiv, wie das GEN gehofft hatte. Das Institut stellt fest, seine "ernst zu nehmenden neuen Befunde erlaub[t]en es nicht, in Bezug auf die Eignung des Krško-II-Geländes für den Bau eines neuen Atomkraftwerkes positiv zu entscheiden. Das IRSN weist darauf hin, dass der Bau eines Reaktors in einer geologischen Verwerfungszone bedenklich ist. Entsprechend den Empfehlungen der IAEA (International Atomic Energy Agency) und der NRC (Nuclear Regulatory Commission) ist das IRSN der Meinung, dass das GEN in Betracht ziehen sollte, seine Strategien für das Krško-II-Projekt zu überdenken und die Möglichkeit der Suche nach einem anderen Standort genauer zu untersuchen."

Es ist unwahrscheinlich, dass es anderswo in Slowenien möglich wäre, trotz der Ergebnisse früherer öffentlicher Umfragen einen neuen Atomreaktor zu bauen. Jetzt hat das GEN das IRSN von der weiteren Teilnahme an der Untersuchung ausgeschlossen und sucht nach einem anderen Institut, das bereit ist zu bestätigen, der zurzeit geplante Standort sei nicht ungeeignet.