2014-01:AKW Belojarsk: Rosatom wusste von Kontamination

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AKW Belojarsk: Rosatom wusste von Kontamination

NukeNews Im Zusammenhang mit der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für die Errichtung eines fünften Reaktors im nahe Jekaterinburg gelegenen AKW Belojarsk, einem Schnellen Brüter BN-1200, fanden sich in den Akten Belege dafür, dass Rosatom Kenntnis von hochgradiger radioaktiver Kontamination des Gebiets hat: Jährlich werden 90.000-100.000 Tonnen an radioaktivem Material, unter anderem mit Gehalten an Cäsium-137, in Gewässer geleitet, werden dort Teil des biologischen Kreislaufs und gelangen in den Fluss, die Fische, den Boden und das Grundwasser. Der Bericht gibt an, dass die Konzentration an Cäsium-137 im Wasser von bestimmten Brunnen mehr als zehnmal so hoch wie der in den russischen Strahlenschutzstandards (NRB-99) festgelegte sogenannte "Interventionswert" ist. Die Radioaktivität von Cäsium-137, Strontium-90 und Kobalt-60 in anderen Brunnen liegt nahe dem jeweiligen Interventionswert.