2013-03:Rettet "Santa Mountain" vor dem Bergbau

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Rettet "Santa Mountain" vor dem Bergbau

fb Finnische Aktivist*innen haben eine neue Online-Kampagne gegen das geplante Sokli-Bergwerk in Ostfinnland an der Grenze zu Russland gestartet. Sokli soll vor allem Finnlands reichstes Phosphat-Vorkommen ausbeuten, das auch verhältnismäßig hohe Konzentrationen radioaktiver Erze enthält. Das Bergwerk liegt im oberen Bereich des Nuorttijoki-Flusssystems. Nahe dem geplanten Abbaugebiet befinden sich die Flüsse Törmäoja und Yli-Nuortti sowie die Ainijärvi-Blöße, die alle Teil des "Natura 2000"-Netzwerks sind. Sokli liegt zwischen dem "Urho Kekkonen"-Nationalpark und dem "Värriö"-Naturpark nahe dem Berg "Korvatunturi", dem "Heim des Weihnachtsmanns". Das Areal umfasst darüber hinaus das bedeutende unberührte Gebiet "Tuntsa" und drei Plätze des Natura-Netzwerks.

Die Korvatunturi-Fjell ist am bekanntesten als das Zuhause des Weihnachtsmanns (oder "Joulupukki" im Finnischen). Finnischem Volkstum zufolge ist diese Gegend der Ort der geheimen Werkstatt des Weihnachtsmanns, wo Spielzeug, Schmuck und Geschenke gefertigt und letztlich von Gnomen verpackt werden.

Verantwortlich ist das Unternehmen "Yara International", dessen größter Anteilseigner der norwegische Staat ist. Das Phosphorerz in Sokli enthält zehn mal mehr radioaktive Materialien wie Uran, Thorium und Radium als normalerweise. In den Niobium-Erzen sind die Werte sogar 200fach. Yara hat vor, pro Jahr 4-10 Tonnen Phosphor abzubauen, und diesen zur Herstellung von Dünger zu verwenden. Es gibt Bedenken bezüglich der Radioaktivitätswerte des Düngers. Das voraussichtliche Sokli-Bergbaugebiet wird zwischen 4000 und 6000 Hektar groß sein (40-60 km2).

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