2013-03:Endlager in Skandinavien: Bericht weist auf Gefahren hin, die Seismologie und Paläoseismologie aufzeigen

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Endlager in Skandinavien: Bericht weist auf Gefahren hin, die Seismologie und Paläoseismologie aufzeigen

fb Diesen Sommer veröffentlichte der schwedische Wissenschaftler Nils-Axel Mörner den Bericht "Patterns in seismology and palaeoseismology, and their application in long-term hazard assessments - the Swedish case in view of nuclear waste management", der darauf hinweist, dass es eine massive Unterschätzung der tektonischen Gefahren für Endlager in Skandinavien gibt: Erdbeben, Tsunamis und andere Ereignisse tauchen in der Vergangenheit sehr viel häufiger und in größerem Ausmaß auf, als dies von Studien der Atomindustrie angenommen wird. Der Bericht stellt die grundsätzliche Frage der Eignung skandinavischer Gesteinsformationen für die längerfristige Lagerung von Gefahrgut auf. Er sollte sich auf die Diskussionen um Onkalo in Finnland und zum geplanten Endlager für angebrannte Brennstoffe in Forsmark auswirken.

"Seismische Ereignisse werden durch Geräte, historische Vermerke und sichtbare Kriterien in Geologie und Archäologie aufgezeichnet. Diese Datensätze formen Muster von Ereignissen. Von diesen Mustern ausgehend können wir zukünftige seismische Risiken einschätzen. (...) Die Atomindustrie in Schweden und Finnland behauptet, der hochradioaktive Atommüll könne völlig sicher im Gestein für mindestens 100 000 Jahre vergraben werden. Es erscheint schwierig, falls überhaupt möglich, solche Annahmen von den kurzen Zeiträumen der Mustererkennung in der Seismologie (< 100 Jahre) und Paläoseismologie (etwa 13 000 Jahre) abzuleiten. Alle Schätzungen werden scheinbar bedeutungslos, sogar irreführend. In dieser Situation müssen wir uns davon abgrenzen, allzu optimistische Einschätzungen aufzustellen."

Lies den vollständigen Bericht: