2012-02:Öffentliche Gelder nötig, um AKW-Bau rentabel zu machen?

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Öffentliche Gelder nötig, um AKW-Bau rentabel zu machen?

NukeNews Das kontroverse AKW-Temelin bzw. dessen Besitzer die mehrheitlich in Staatsbesitz befindliche Firma ČEZ warten auf die ersten Angebote für den Bau der Blöcke 3+4 dieses Kraftwerks in Südböhmen. Es scheint drei interessierte Firmen zu geben. Darunter: Atomstrojexport/OKB Gidropress aus Russland, Areva aus Frankreich und die US-Firma Westinghouse, die alle drei versprechen, dass tschechische Firmen am Projekt mitarbeiten könnten. Seit die Börsenpreise für Strom aber als Ergebnis der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise mit etwa 50 €/MWh statt der nötigen 60 €/MWh zu niedrig ist, versucht ČEZ jetzt willige Ko-Investoren zu finden und schlug sogar vor, einen staatlich garantierten Mindesteinspreistarif für Atomstrom einzuführen - ähnlich dem System der Unterstützung für erneuerbare Energien in der Phase ihrer Einführung. Generaldirektor David Beneš verwendete als Argument auch, dass man in England angeblich ein ähnliches System habe, wo der Staat einen Mindestpreis für Strom aus AKWs garantiere. Lustig, dass gerade eines der kapitalistischsten Länder die Marktdynamiken aus dem Nuklearbusiness fernhalten will.

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