2008-03:Initiative Ökologisches Bauen

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Initiative Ökologisches Bauen

floh Um den Klimawandel zu bekämpfen wird uns keine Effizienzsteigerung helfen. Es braucht eine radikale Verminderung des Ressourcenverbrauchs. Da bekommt man schnell den Vorwurf, einer Verzichts-Ideologie anzuhängen. Das ist aber Schwachsinn, da die Zugänglichkeit der Einzelnen zu nützlichen Sachen, in keinster Weise mit dem Ressourcenverbrauch zusammenhängt. Wenn zum Beispiel Gegenstände kollektiv genützt würden anstatt dass sie privat sind, wären für die Einzelnen mehr Gegenstände nutzbar bei insgesamt weniger materiellem Verbrauch. Würde es zum Beispiel eine Großküche geben Anstatt 20 kleinen, könnte jede/r mehr Gegenstände nutzen, wobei nur etwa ein Zehntel an Material nötig wäre.

Ein anderer Bereich in dem Klimaverträglichkeit nicht Verzicht, sondern im Gegenteil einen höheren Lebensstandard bedeutet, ist das ökologische Bauen. Ökologisch gebaute Häuser aus Holz, Lehm, Stroh, Stein und weiteren ökologischen Materialien haben ein besseres Raumklima und sind so gesünder. Hinzu kommt, dass diese Materialien billig oder ganz außerhalb des kapitalistischen Verwertungssystems zu haben sind und sich optimal zum selber Bauen eignen. Für die Nutzer/innen gibt es also nur Vorteile. Und trotzdem wäre klimatechnisch viel gewonnen, wenn sich ökologisches Bauen durchsetzen würde. Denn konventionelle Baustoffe sind extrem energieaufwändig in der Herstellung und sind nicht ökologisch abbaubar. Ökologische Materialien brauchen keine Energie in der Herstellung und müssen meistens nicht weit transportiert werden, weil es sie überall gibt.

Eine Gruppe Jugendlicher hat sich zusammengeschlossen zur Initiative Ökologisches Bauen. Ihr Ziel ist es, das Wissen über ökologisches Bauen vor allem wieder unter junge Leute zu kriegen. Ihr erstes Projekt ist ein Werkstattwagen den sie, mit Fördergeldern des EU Programms Jugend in Aktion, ausgebaut haben, spezialisiert auf ökologisches Bauen. Vom Stechbeitel bis zur Kreissäge und zur Betonmischmaschine (um Lehm anzumischen) gibt es hier alles. Der Wagen soll an andere Jugendgruppen verliehen werden (aus der Region Altmark/Wendland), die damit ökologische Bauprojekte umsetzen können. Für diese soll es so möglich sein, billig, beispielsweise ihren Jugendraum zu renovieren, und gleichzeitig etwas über Ökologisches Bauen zu lernen. Außerdem wurde eine Liste von ExpertInnen angefertigt zu den verschiedenen Bereichen des ökologischen Bauens, die Projekte immer unterstützen können.

Kontakt: initiative-oekologisch-bauen ÄTT gmx.de[1]


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