2007-02:Die größte Klimalüge der Lufthansa

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Die größte Klimalüge der Lufthansa

fb Im SPIEGEL Nr. 22/2007 tituliert die Lufthansa eine redaktionell aufgemachte Anzeige folgendermaßen: "Wir sind bereit für das größte Klimaschutzprojekt." Wer jetzt glaubt, die Lufthansa habe ihre Verantwortung als einer der bedeutenden Klimastörer erkannt und würde nun die Einstellung ihrer Flüge bekanntgeben, liegt falsch. Hinter schönen Zahlenspielen verbirgt sich eine weitere Täuschungsstrategie der großen Klima-Macher. Es gehe um die Einsparung von "rund 142.000 Tonnen Kerosin", die die Lufthansa gerne vermeiden würde. Dafür solle die Flugsicherung in Europa zentralisiert und so Kosten und Umwege gespart werden. Hinter diesem Vorschlag, den der Luftfahrtkonzern zusammen mit der Initiative "Luftverkehr für Deutschland" bewirbt, stecken noch ganz andere Wünsche: "Engpässe an Drehkreuzen" abbauen und Flughafeninfrastrukturen nachfragegerecht anpassen - sprich: ausbauen. Und: "Wir brauchen beschleunigte Planungs- und Genehmigungsverfahren (...)". Das kennen wir doch: wurden nicht gerade durch diese Beschleunigungsverfahren der 90er Jahre umweltpolitische Öko- und Beteiligungsstandards massiv beseitigt? Also, liebe Lufthansa, dieser Täuschungsversuch ist einfach zu plump.