2006-02:Friedenstafel Magdeburg

Aus grünes blatt
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Eine Friedenstafel in Magdeburg

jes Am 2. Oktober war es soweit. In Madeburg konnte das Bürgerbündnis „Frieden Jetzt“ in am Uniplatz, gleich gegenüber der Bibliothek die Friedenstafel eröffnen. Zwei Jahre arbeit haben damit ein schönes Ziel ergeben. Schon das Fest zur Eröffnung, mit Lesung, Livemusik und Friedenswaffeln, wurde gut von den Menschen der Stadt angenommen. Sogar von der jungen Union kamen einige Interessierte um die Friedenstafel zu Nutzen und ihre Meinung dort der Öffentlichkeit kund zu tun. Nur das doch weniger Menschen kamen als erwartet trübte den Erfolg. Die Anwesenden feierten trotzdem ausgelassen.

Was ist denn eine Friedenstafel

Die Friedenstafel soll ein Ort sein an den Menschen sich austauschen und einander begegnen können. Dazu besteht die, von einem Künstler gestaltete, Friedenstafel aus drei Tafelseiten die von allen Menschen gleichberechtigt genutzt werden können.

Eine Tafelseite dient der Ankündigung von Veranstaltungen wie Diskussions- oder Informationsabende, die von Menschen für Menschen organisiert werden. Im Gegensatz zu den Parteien, Verbänden oder kommerziellen Organisationen, gibt es bisher kaum einen öffentlichen Platz, wo kleine Gruppen auf solche Veranstaltungen wirksam aufmerksam machen können. Das hat sich mit der Friedenstafel geändert. Die zweite Seite dient der öffentlichen Diskussion. Hier kann jeder seine Meinung kund tun und Menschen sich miteinander austauschen. Dies soll dem öffentlichen Diskurs dienen, der völlig aus der Öffentlichkeit verschwunden zu sein scheint.

Die letzte Tafelseite ist für künstlerische oder andere „Fundstücke“. Unter Beachtung von Urheber- und Persönlichkeitsrechten können dort gefundene oder selbst gemachte Bilder, Comics o.ä. der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Das Bürgerbündnis moderiert die Tafel um Beiträge die Regeln verstoßen, welche transparent an der Tafel hängen, zu entfernen.

Und jetzt?

Die Geschichte der Friedenstafel hat mit deren Aufstellung natürlich nicht aufgehört. Jederzeit können alle die es wollen ihre Termine, Ankündigungen oder Fundstücke nach den Moderationskriterien aufhängen. Und auch die sind nicht auf ewig festgelegt. Jeden Montag von 17:00 bis 18:00 Uhr kann mit den Initiatoren gesprochen werden und die Kriterien neu festgelegt werden.