2005-02:Sicherheitsfragen im Endlager Morsleben

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Sicherheitsfragen im Endlager Morsleben

fb Mit dem Titel "Security Policies am Beispiel des Endlagers Morsleben" ist jetzt eine neue Studienarbeit zu Sicherheitsfragen im ERAM erschienen. Sie wurde für die Universität Magdeburg verfasst und betrachtet die Sicherheit der Atomanlage aus dem Blickwinkel der "Security Policy", einem Konzept aus der IT-Security. Dieser Sicherheitsbegriff wurde gewählt, weil er umfassendere Ansprüche an die Sicherheit eines Systems stellt, als sonst üblich.

Hier werden etwa ein Dutzend Sicherheitskategorien betrachtet und erläutert und dann mit Beispielen aus der Atompolitik und dem Betrieb des Endlagers Morsleben verglichen. Dabei zeigt sich, dass an vielen Stellen eine nicht vertretbare Sicherheitsphilosophie zur Anwendung kam. Allerdings kann die Studienarbeit nur einen Überblick über Sicherheitsfragen geben und die wirkliche Praxis nur anreißen. Um wirklich aussagekräftig zu den Abläufen im ERAM Stellung zu beziehen, müssten weit umfangreichere Informationen einbezogen werden.

Schwierigkeiten gab es bei der Erarbeitung der Studienarbeit einerseits durch die praktizierte Geheimhaltungspolitik, durch die es nur oberflächliche Informationen gab, und andererseits durch die Blockadehaltung im Bundesamt für Strahlenschutz. Dort wurden selbst einfachste Informationen verweigert, die "einfachen" BürgerInnen nachweislich gegeben wurden - natürlich ohne dies zu begründen.

Zur öffentlichen Präsentation der Studienarbeit wird es Anfang 2006 die Verteidigung im Advanced Multimedia and Security Lab der Universität Magdeburg geben. Dort werden die Hintergründe und Inhalte kurz vorgestellt und Gelegenheit für Nachfragen gegeben.

Im ersten Teil gibt die 120-seitige DIN A4-Broschüre eine Einführung in den Begriff der Security Policy, daran schließt sich ein Kapitel zur Geschichte der Atomanlage an. Den Hauptteil bilden die Aufstellung von Sicherheitsanforderungen und die Aufführung von Praxisbeispielen. Im Anhang sind Adressen, Rechtsvorschriften und andere nützliche Informationen zusammengestellt.

Die Broschüre kann gegen Spende zur Deckung der Kopierkosten bei den Greenkids bestellt werden (z.B. per Mail an morsleben ÄT greenkids.de[1]).


  1. Zum Schutz vor automatischen Mailadressen-Robots, die nach Adressen suchen und diese dann mit Spam-Mails überfluten, ist diese Mailadresse für diese Robots unleserlich formatiert. Um eine korrekte Mailadresse zu erhalten muss ÄTT durch das @-Symbol ersetzt werden.